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Die Aktienmärkte feierten, wie in der
letzten „Impulse" angedeutet, ihr eindrucksvolles Comeback. Dabei
glänzte abermals unser DAX mit immer wieder neuen Jahreshöchstständen.
Damit zählt er unter den etablierten Börsen zu den erfolgreichsten
Aktienindizes in 2006. Phänomenal erscheint die Entwicklung der
amerikanischen Standardwerte. Der hierfür maßgebliche Dow Jones
Industrial Index schaffte dieser Tage ein neues Allzeithoch. Über drei
Jahre hat diese Aufholjagd seit dem Tiefpunkt Anfang 2003 gedauert. Die
seit Jahrzehnten ausgeprägte Aktienkultur der Amerikaner und deren Mut
machten dieses Ergebnis möglich.
In Deutschland sind für den
vergleichbaren Anstieg zum Gipfel noch satte 23 Prozent notwendig. Ohne
die massiven Käufe ausländischer Investoren in diesem Jahr, würde dieser
Abstand noch höher ausfallen. Eine noch deutlichere Differenz zu den
ehemaligen Rekordmarken kann man bei den Technologieaktien feststellen.
In Asien lieferte die chinesische
Börse eine Traumshow. Immense 30 Prozent Zugewinn stehen beim Hang Seng
Index auf dem Programm. In dessen Schatten konnte sich der Japanische
Nikkei Index nur unterdurchschnittlich entwickeln. Für diese tolle
Performance der Aktien sprechen zwei maßgebliche Gründe.
1) verlangsamte sich das
Zinserhöhungs-tempo der beiden wichtigsten Noten-banken. Die
amerikanische FED lässt mittlerweile die Zinssätze seit mehreren Treffen
unverändert. Zu unsicher zeichnet sich das Bild der US-Wirtschaft. Die
Auswirkungen, der in der Vergangenheit stattgefundenen Zinserhöhungen
sind mittlerweile an einigen Stellen zu spüren. So zeigte das
produzierende Gewerbe zum ersten Mal seit langer Zeit
Schrumpfungstendenzen an. Im Gegensatz dazu überzeugt der amerikanische
Arbeitsmarkt. Immer noch werden neue Arbeitsplätze geschaffen.
Zusätzlich positiv verlief in den zurückliegenden Wochen die
Veröffentlichung der neuesten Preisentwicklungen in den USA. Sie
entwickeln sich stabil oder sind sogar zum Teil rückläufig. Dies
milderte die Angst vor weiteren Zinserhöhungen und verbesserte die
Stimmung bei den Aktieninvestoren.
2) Trotzdem weist diese Stimmung nach
wie vor noch keine Überhitzungs-erscheinungen auf. Euphorie oder
überschäumender Optimismus stehen noch nicht auf der Tagesordnung. Unter
diesen Aspekten gehen wir kurzfristig von einer Fortsetzung der
aktuellen Aufwärts-bewegung aus. Rücksetzer und kleine Korrekturen
gehören selbstverständlich zu diesem Szenario. Das
Überraschungs-potential nach oben bleibt aber interessant. Erst bei
aufkommender Hochstimmung werden wir bei den Aktien konsequent die
Reißleine ziehen. Amerikanische, deutsche und japanische Werte sowie
Technologie-titel bleiben unsere Favoriten.
Festgefahren bleibt die Situation am
Rentenmarkt. Geringe Kursausschläge und stabile Renditen gehören hier
zum Tagesbild. Immerhin bekommt man bei absolut sicheren Rentenanlagen
bei einer Laufzeit von einem Jahr eine Rendite von knapp 4 Prozent. Als
Stabilisator und Sicherheitsanlage gehören sie in jedes Depot.
Nach dem Desaster bei den offenen
Immobilienfonds hat sich die Lage weiter beruhigt. Topfonds konnten in
diesem Jahr mit Wertentwicklungen von über 5 Prozent aufwarten. Eine
Beimischung empfiehlt sich.
Der Schwächeanfall beim US-Dollar - von den
Amerikanern auch nicht ganz ungewollt - bleibt bei den Devisen das
Tagesgespräch. Weitsichtige Investoren kaufen Dollarbestände. Bei
Rohstoff-Investments bleiben wir vorsichtig |