Impulse 4/2005

 

Aus unserem Archiv:
hier die Ausgabe vom Dezember 2005

Aktien zu besitzen, macht wieder Freude. Seit den letzten „Impulsen“  haben die Kurszuwächse an Dynamik gewonnen. Aktieninvestments, egal ob Einzelwert oder Fonds, stellten in diesem Jahr die konkurrenzlose Anlageform dar. Selbst in den etablierten Märkten, wie Europa und Japan ließ sich richtig Geld verdienen. Stellvertretend für die Europäer möchten wir an dieser Stelle unseren Deutschen Aktienindex mit einem derzeitigen Jahresgewinn von über 20 Prozent erwähnen. Im Lande der aufgehenden Sonne steht per heute sogar ein Plus von 34 Prozent zu buche. In vielen Wachstumsregionen, wie Lateinamerika, Osteuropa und Südostasien fallen die Zuwächse noch stärker aus. Einzig mit den amerikanischen Standardwerten konnte man in diesem Jahr keinen Blumentopf gewinnen. Ganz anders sieht es bei den US Technologietiteln aus. Diese glänzen mit Renditen von bis zu 40 Prozent. Sie, liebe Leser wissen, dass wir auch 2005 mit unseren Empfehlungen goldrichtig lagen. Die wichtigste Botschaft in dieser Ausgabe soll sein, dass die „Party“ bei den Aktien noch lange nicht vorbei ist. Lediglich bei der Gewichtung würden wir eine Feinsteuerung vornehmen. Deutsche Aktien und Technologietitel bleiben erste Wahl. US-Werte sowie japanische Papiere sollten Sie aufstocken. Die amerikanische Konjunktur läuft allen Unkenrufen zum Trotz auf Hochtouren. Der Arbeitsmarkt ist gesund und die Verbraucher halten zur Stange. Da fast alle „Experten“ von Investitionen in US-Aktien abraten, stellen sie sich für uns als besonders interessant dar. Durch dieses Meiden der amerikanischen Dividendentitel, sowie die schlechte Jahresperformance, kann man davon ausgehen, dass die meisten Marktteilnehmer dort unterinvestiert sind. Das Argument der hohen Bewertung des US-Aktienmarktes gilt für uns auch nicht mehr. Wer die Geschäftszahlen der Unternehmen aus Übersee mitverfolgt hat weiß, die Umsatz und Gewinnsituation in der Mehrzahl exzellente Ausmaße annimmt. Durch die teilweise deutlichen Gewinnzuwächse erreichen die Kursgewinnverhältnisse und somit die Bewertung ein absolut verträgliches Niveau. In Japan mehren sich die Zeichen, dass die nicht endend wollende Durststrecke nach 15 Jahren überwunden ist. Das Bankensystem scheint saniert und die Preise beginnen endlich wieder zu steigen. Nach jahrelanger Deflation ist die zuletzt genannte Botschaft, die entscheidende. Für die Unternehmen macht es jetzt wieder Sinn, die Produktion hochzufahren und die Verbraucher verschieben ihre Ausgaben nicht mehr in die Zukunft. Dieses Szenario rechtfertigt ein verstärktes Engagement in japanische Aktien. Die Käufe sollten aber in mehreren Schritten erfolgen, da eine Bestätigung des oben angegebenen Trends noch erfolgen muss. In den heißgelaufenen Märkten, wie Brasilien, Russland und Südkorea würden wir vorsichtig agieren und auch einmal an eine Gewinnmitnahme denken. Leichte Veränderungen gab es an den Rentenmärkten. Die Kurse lang laufender Anleihen kamen etwas zurück. Dementsprechend können wir mäßige Aufschläge bei den Renditen feststellen. Bei Neuinvestitionen empfehlen wir Papiere qualitativ hochwertiger Schuldner mit Laufzeiten von maximal 3 Jahren. Eine Beimischung von Dollaranlagen ist auf Grund des deutlichen Zinsvorsprunges zu empfehlen. Durch die etlichen Zinserhöhungen der US-Notenbank kann man selbst im kurzfristigen Bereich Verzinsungen von 4 Prozent p.a. erzielen. Außerdem gehört eine Dollaranlage in jedes gut diversifizierte Depot.