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Impulse 2/2006

 

Aus unserem Archiv:
hier die Ausgabe vom September 2006

Seit unserer letzten Ausgabe wurden wir an den Weltbörsen mit extremen Schwankungen konfrontiert. So verlor zum Beispiel unser Deutscher Aktienindex von seinem Jahreshoch im Mai bei knapp 6200 Punkten stattliche fünfzehn Prozent. Die Nerven der Investoren wurden in keinster Weise geschont. Tag für Tag gaben wir bei großer Dynamik innerhalb kürzester Zeit die angehäuften Jahresgewinne wieder ab. Zeitweise, war sogar die blanke Panik zu spüren. Besonders schlimm erwischte es die Emerging Markets, wie Lateinamerika, Osteuropa und Südostasien. Die Börse in Moskau rauschte allein an einem Tag mit über 11 Prozent in den Keller. In Bombay musste die Börse auf Grund der massiven Verkäufe für einige Stunden geschlossen werden. Ähnliche Turbulenzen mussten die Inhaber von Rohstoffpositionen und regenerativen Energietiteln über sich ergehen lassen. Bei all diesen stark unter Druck gekommenen Anlagen hatten wir schon vor einiger Zeit zum Verkauf geraten. Wie geht es weiter:

Auf kurze Sicht bleiben wir für einen Ausbruch der Aktienkurse nach oben optimistisch. Der wichtigste Grund für diese Prognose spiegelt sich in der momentanen Stimmung der Börsianer wider. Bei der letzten Befragung amerikanischer Marktteilnehmer wurde tiefster Pessimismus bezüglich der zukünftigen Börsen- und Wirtschaftsentwicklung festgestellt. Diese Daten waren so niedrig, wie zuletzt Ende 2002/Anfang 2003. Zu diesem Zeitpunkt standen wir kurz vor Ausbruch des Golfkrieges und hatten eine der verheerendsten Abwärtsentwicklungen, die die Börse je gesehen hat, hinter uns. Trotz dieser schwarzen Stunden kletterten die Kurse ab März 2003 stark nach oben. Grundlage für dieses „Phänomen" war die Kapitulation der Marktteilnehmer und vor allen Dingen, deren Schwarzmalerei für die Zukunft. Dieses Beispiel soll stellvertretend für etliche vergleichbare Situationen aus der Vergangenheit stehen. Kursaufschwünge entstehen aus Skepsis, so unlogisch das auch klingt. Pessimistische Börsianer haben ihre Papiere bereits verkauft. Sie kommen als zukünftiger Belastungsfaktor nicht mehr in Frage. Sie sitzen auf Liquidität und sind somit die potentiellen Aktienkäufer, denn nichts ist schlimmer als steigenden Kursen hinterher zusehen. Diejenigen, die bis jetzt nicht verkauft haben, sind nervenstark und zählen zu den erfahrenen sowie langfristig orientierten Strategen. Von ihnen werden zurzeit keine Verkäufe im größeren Umfang zu erwarten sein. Diese Umstände dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich der Faktor Geld über die weiter stattgefundenen Zinserhöhungen verteuert hat. Börse und Wirtschaft werden diese Tatsache zu spüren bekommen. Zum Jahresende hin sollten Auswirkungen erkennbar sein. Die derzeitige Aktienquote wird wegen der oben dargestellten Prognose beibehalten, spekulativ eingestellt Anleger können mit ihrer Liquidität noch einmal angreifen. Die von uns schon seit längerem angekündigte Steigerung der Zinsen an den Rentenmärkten ist im Gange. Der Bundfuture als hierfür maßgeblicher Index ging von seinem Höchststand bei knapp 127 Punkten auf vorübergehend 115 zurück. Durch diese Abwärtsbewegung der Rentenkurse erhöhten sich dementsprechend die Renditen. Kurze Laufzeiten bis maximal 2 Jahre sollten den Schwerpunkt bei den festverzinslichen Anlagen haben (Anlagevorschläge unter-breiten wir Ihnen in der Rubrik ADLATUS Produkte). Trotz des Zinsvorsprunges der USA neigt der Dollar zur Schwäche. Dieses Ungleichgewicht wird seinen Ausgleich finden. Aus diesem Grunde gehört auch unter diesem Aspekt eine Dollaranlage in Ihr Depot. Der spekulative Investor kann sich vorsichtig in Rohstoffe engagieren. Schauen Sie sich doch einmal als Alternative zu Gold und Öl die so genannten Soft Commodities, wie Agrarrohstoffe an. Die Lage bei den offenen Immobilienfonds hat sich nachhaltig beruhigt. Käufe können hier wieder vorgenommen werden.


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