Gutgläubig legen die Deutschen den Großteil ihrer
Ersparnisse in Festgeldern, Sparbüchern,
Geldmarktfonds und Staatspapieren an. So oder
ähnlich wurde es schon zu Großmutters Zeiten
gemacht. Selten können sich Anleger aus dieser
Historie und den damit verbundenen
Mentalitätszwängen lösen. Wir sind und bleiben ein
konservatives Volk der Sparer. Dies hat sicherlich
auch einige Vorteile, die Nachteile aber wiegen
schwerer. In einer stabilen und anerkannten Währung
ist Sparen eine feine Sache. Zu DM-Zeiten war so
eine Einstellung akzeptabel und nachvollziehbar,
wenn auch zu einseitig. Im jetzigen Umfeld aber zu
denken, dass schon alles gut gehen wird, ist
blauäugig. Wir Deutschen haben durch zwei
Währungsreformen von den etablierten
Wirtschaftsmächten die größte Zeche bezahlen müssen.
Unsere Vorfahren können ein Lied davon singen. Wo
sind die erschreckenden Überlieferungen jener noch
nicht soweit zurückliegenden Zeit geblieben. Diese
müssten doch locker ausreichen, um als warnendes
Mahnmal für alle Ewigkeiten Bestand zu haben. Tut es
aber nicht! Wir investieren, als sei nichts gewesen.
Wir sind bequem, gutgläubig und vertragen keine
Vermögensschwankungen. Schaut man sich dagegen alle
Krisen des letzten Jahrhunderts an, gab es nur ein
Patentrezept diese bestmöglich zu überstehen;
STREUUNG!!! Dazu gehört eine Beimischung von Aktien,
Rohstoffen und Immobilien zu den oben erwähnten
Anlagen. Eine Krise oder ein Chaos wird nicht
zeitgleich alle Vermögensklassen treffen. Manche
profitieren sogar davon. Auf einen Schlag kann nicht
das komplette Hab und Gut verloren gehen. Die
Inflation ist noch nicht da, aber sie kommt.
Monatelanges Gelddrucken ohne Gegenwert wird uns in
den nächsten Jahren unangenehm einholen.